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Bernhard Sommergruber - Psychotherapeut - 1010 Wien - Seitenstettengasse 5
1. Menschen können nicht mit Zahlen erfaßt werden.
2. Studien sind ein Gemisch aus Wahrheiten: Die Wahrheit der Forscher und die Wahrheit von jenen Menschen, die man befragt.
3. Die Zahlen bestätigen jedenfalls, daß Buben häufiger sexuell mißbraucht werden als lange Zeit angenommen.
Quelle: Öst. Bundesministerium für Inneres / Kriminalstatistik-Opferstatistik
1999 waren 21,43% der betroffenen Personen sexuellen Mißbrauchs Buben.
Achtung: Hier handelt es sich um eine Erfassung jener Opfer, bei denen die TäterInnen gerichtlich verurteilt wurden. Wie wir wissen, gelangt nur ein sehr geringer Anteil zur Anzeige.
Mädchen werden hauptsächlich von Familienangehörigen (Vater, Stiefvater, Onkel, Bruder etc.) mißbraucht.
Buben werden häufiger von Personen außerhalb der Familie mißbraucht.
Etwa 58% der Täter sind außerhalb der Familie, etwa 49% sind innerhalb der Familie. Die Summe ergibt über 100%, da auch manche Buben innerhalb der Familie mehrfach als auch innerhalb als und außerhalb der Familie mißbraucht werden können.
Wie viele Täterinnen es gibt, läßt sich heute nur unzureichend schätzen: 20% ?? Begründung: Buben können versucht sein, sexuellen Mißbrauch durch Frauen als Einführung in die Sexualität zu verstehen. Ein Mann darf sich doch nicht beschweren, wenn er Sexualität mit einer Frau hat. Ein richtiger Mann hat das eben.